Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 23/20 - 17.08.2020

Ein Jahr NRW-Azubiticket: DGB-Jugend Köln fordert günstigeren Preis

Seit dem 1. August 2019 können Auszubildende das vergünstigte und NRW-weit gültige Azubiticket nutzen. Im Verkehrsverbund Rhein-Sieg wurden bislang 2.500 Abonnements (Stand: Mai 2020) verkauft.

„Die Zahl der Abonnements ist noch sehr gering“, sagt Omer Semmo, Jugendbildungsreferent beim DGB Köln-Bonn und stellt eine Verbindung zum Ticketpreis her. „Über 80 Euro im Monat sind für einige Azubis viel Geld.“ Die Gewerkschaftsjugend hatte daher in der Vergangenheit mehrfach die Einführung eines solidarisch finanzierten Tickets, orientiert am Semesterticket für Studierende, gefordert.

Um die Zahl der verkauften Azubitickets zu steigern, fordert die DGB-Jugend die Einführung eines Jugendtickets für NRW, dessen Kosten maximal einen Euro pro Tag betragen. „Ein solches landesweites Ticket ist bereits seit 2017 in Hessen für alle Schülerinnen, Schüler und Auszubildenden verfügbar“, erklärt Semmo.

Zudem hat sich die Lebenssituation von Auszubildenden in den vergangenen Jahren verändert. So sind Auszubildende heute im Schnitt älter und ihre Lebensentwürfe vielfältiger. Auch werden Lebensräume zunehmend flexibler, der Arbeitsort überschneidet sich immer seltener mit dem Wohnort. Ein jugendgerechter Ausbau des Nahverkehrs muss dieser Entwicklung Rechnung tragen. Dazu gehören vor allem ein Ausbau der Infrastruktur und eine bessere Taktung von Bussen und Bahnen. „Was bringt einem ein günstiges Azubiticket, wenn Busse und Bahnen nur unregelmäßig und zu ungünstigeren Zeiten verkehren und man somit nicht zu seinem Ausbildungsbetrieb kommt?“, fragt der Jugendbildungsreferent.


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Jörg Mährle