Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 09/21 - 15.03.2021

DGB Leverkusen: Mit öffentlichen Investitionen aus der Krise und dabei die Mobilitätswende vorantreiben

Die Pandemie hat die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt hart getroffen. Bund, Länder und Kommunen konnten mit Rettungsschirmen die größte Not lindern. Kurzarbeit sichert weiter in großem Umfang Beschäftigung in Leverkusen und verhindert eine große Welle der Arbeitslosigkeit. Unternehmens- und Privatinsolvenzen sind in den kommenden Monaten jedoch nicht ausgeschlossen. „Ein effektives Instrument, um die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt in Leverkusen wieder anzukurbeln und damit mögliche Insolvenzen abzuwenden, sind öffentliche Investitionen“, sagt der Leverkusener DGB-Vorsitzende Jens Scheumer. „Zielgerechte und sinnvolle öffentliche Investitionen in die Leverkusener Infrastruktur können beispielweise die notwendige Mobilitätswende vorantreiben. Dabei ist der Ausbau von P+R-Parkplätzen in der Stadt ein erster sinnvoller Schritt.“

Nach Auffassung des DGB Leverkusen muss die Mobilität für städtische und regionale Berufspendler*innen spürbar verbessert werden. An den Verknüpfungspunkten zum regionalen ÖPNV (Stadtbahn Schlebusch, Bahnhöfe Manfort, Opladen und Leverkusen Mitte) fehlen aber ausreichende Parkmöglichkeiten für PKW und Fahrräder. Der Vorstand des DGB Leverkusen hat insbesondere den P+R-Parkplatz in Schlebusch in Augenschein genommen. „Die Auslastung des P+R-Standorts steigt in den Morgenstunden (vor der Corona-Pandemie) stetig an, sodass es ab 7:00 Uhr an ein Wunder grenzt, einen freien Stellplatz zu bekommen. Diese Situation ist nicht nur für Berufspendler*innen belastend, sondern auch für Leverkusener*innen, die mit der Linie 4 Richtung Köln fahren wollen und das Auto der Umwelt zuliebe gerne auf dem Parkplatz abstellen würden“, erklärt Scheumer. Von dieser angespannten Situation auf dem Parkplatz in Schlebusch sind auch die Einwohner*innen betroffen, die in direkter Nähe zum Parkplatz wohnen. Die vollen und dicht zugeparkten Straßen sorgen in der Bevölkerung für Ärger.

„Ziel ist eine moderne Mobilstation“, so Damian Warias, Gewerkschaftssekretär in der DGB-Region Köln-Bonn. „Die Einrichtung eines Parkhauses, das über ausreichend Stellplätze für PKW und Fahrräder verfügt, das mit E-Ladesäulen zu mindestens 50% ausgestattet und ein Übergangspunkt für Carsharing und Bikesharing ist, wäre eine gute, nachhaltige und soziale Investition in Schlebusch. Darüber hinaus würde diese Investition zur Entspannung der Parksituation sowie der Situation auf den zugeparkten Straßen in der Nähe des Parkplatzes beitragen.“

Jens Scheumer weist darauf hin, dass diese Investition „in Einklang mit Mensch und Natur“ steht, weil der Bau eines modernen zwei- oder dreistöckigen Parkhauses in Schlebusch keinen Eingriff in angrenzende Waldflächen bedeuten würde. „Schließlich kann ein Spaziergang in das Naturschutzgebiet nach entspannter Anfahrt und Abstellung eines beliebigen Verkehrsmittels noch zur effektiven Erholung beitragen“, schmunzelt Scheumer und fordert, dass sich der Stadtrat in seiner Sitzung am 22. März mit dem Thema P+R-Parkplätze in Leverkusen auseinandersetzt.


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Jörg Mährle