Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 087/15 - 20.11.2015

Freiheit-Demokratie-Solidarität / Kölner Gewerkschaften gegen Terror und Krieg

Am heutigen Freitag versammelten sich Kölner Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter auf dem Hans-Böckler-Platz um mit einer Kundgebung den Opfern von Krieg und Terroranschlägen zu gedenken.

„Terroranschläge weltweit, heute aktuell in Mali, Nigeria, Paris, Ankara, Beirut oder Aleppo sind ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ein Angriff auf Demokratie und Freiheit. Jahrhunderte haben Gewerkschaften für eine freiheitliche, demokratische Ordnung gekämpft und diese werden wir uns nicht von Terroristen nehmen lassen“, so Andreas Kossiski, DGB Geschäftsführer, DGB Region Köln-Bonn.

Kossiski, der die Kundgebung eröffnete, sprach bei strömendem Regen zu den hundert Kolleginnen und Kollegen: „In vielen Städten in NRW finden in dieser Woche gewerkschaftliche Veranstaltungen statt. Wir wollen uns artikulieren und müssen Flagge zeigen. Wir sind gegen Terror, Krieg und Gewalt und für Freiheit, Demokratie und Solidarität.“

Matthias Jakobs, Stellvertretender Bezirksleiter der IG BCE Köln-Bonn führte fort: „Angst und Panik sind schlechte Ratgeber!“ Er forderte auf, auch aufmerksam vor dem Terror von Rechts zu sein. „Die Flüchtlinge dürfen nicht unter Generalverdacht gestellt werden. Wir wollen Vielfalt statt Einfalt.“

Hannelore Bartscherer, Vorsitzende des Katholikenausschuss in der Stadt Köln, zitierte aus der Bergpredigt: „Sorge dich nicht!“ An dieser Botschaft sei festzuhalten, so Bartscherer: „Angst macht unsolidarisch. Wo jeder nur noch ängstlich für sich selbst sorgt, sind alle verloren.“ Sie appellierte an die Zuhörenden: „Lassen wir es nicht zu, dass sich unser Land und unsere Gesellschaft abschottet. Bleiben wir vielmehr dem Leben und der Freiheit treu.“

Gian Aldonani, vom Hawar-Hilfswerk, berichtete von ihrem letzten Besuch im Nordirak und forderte. „Wenn Menschen dem Terror  im Nahen und mittleren Osten und in Afrika entfliehen, müssen wir sie mit Offenheit, Verständnis, Toleranz und Solidarität empfangen, nicht mit Stacheldraht, Zäunen, Grenzen, Vorurteilen und Intoleranz. Wir müssen zusammenstehen!“

Elfi Scho-Antwerpes sprach als Bürgermeisterin für die Stadt Köln: „Die Attentate haben uns alle schwer erschüttert. Der Terror ist mitten in unserer Gesellschaft angekommen. Der Terror macht nicht mehr halt. Er richtet sich gegen Menschen und demokratische Gesellschaften.“  Abschließend hält sie fest: „Wir stehen für die Liebe zwischen den Menschen, Nächstenliebe und für eine vielfältige Gesellschaft nicht nur in Köln, sondern in Europa.“

„Wir verurteilen den Mord an Christen und Moslems, an Juden und Atheisten.“, so Heidrun Abel, die Bezirksvorsitzende von ver.di Köln. „Fassungslos stehen wir vor dieser Gewalt, die so sinnlos ist. Wer die Welt mit Waffen überschwemmt, darf sich nicht wundern, wenn diese gegen ihn gerichtet werden.“

In seinem Schlusswort erinnert Andreas Kossiski an den massiven Anstieg von rechten Straftaten: „Wir dürfen auch den rechten Terror nicht aus den Augen verlieren! Am Sonntag will „Pro NRW“ in Köln wieder rechte Parolen verbreiten.“ Er forderte die Anwesenden auf an den Gegenprotesten teilzunehmen um zu zeigen, dass wir eine andere Welt wollen, als die rechten Hetzer: Zeigt dort Flagge!“ 

Eines ist für alle Anwesenden klar: Der Terror ist nicht die Folge, sondern die Ursache für die Flucht von vielen tausenden Menschen. Die Geflüchteten, die zu uns kommen sei Schutz zu gewähren und das Menschenrecht auf Asyl und Integration sei ernst zu nehmen. Für Gewerkschaften bedeutet dies auch einen Zugang zu Bildung und Arbeit sicher zu stellen. DGB-Gewerkschaften setzen sich weltweit für Frieden, Demokratie, soziale Gerechtigkeit sowie gute Arbeits- und Lebensbedingungen ein.

 


Andreas Kossiski
Regionsgeschäftsführer


Ansprechpartnerin:
Karin Bernhardt, DGB Köln-Bonn, Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln, 0221/ 500032-0,
Karin.Bernhardt@dgb.de


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