Deutscher Gewerkschaftsbund

PM Köln stellt sich quer - 23.10.2014

Köln stellt sich quer zu "Hooligans gegen Salafismus" am 26.10.2014 in Köln

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Bündnis „Köln stellt sich quer“ unterstützt die friedlichen Proteste gegen die am kommenden Sonntag in Köln stattfindende Demonstration „Hooligans gegen Salafismus“. Am 26. Oktober geht es nicht nur um „Radikale gegen Radikale“! HOGESA nutzt bestehende Ängste und lenkt mit dem Thema Salafismus von der eigenen Radikalität und der eigenen Gewalt ab.

Wortlaut der Erklärung von „Köln stellt sich quer“:

„Hooligans gegen Salafismus“ am 26.10.2014 in Köln
Ablenkung von der eigenen Radikalität

Am 26. Oktober 2014 will in Köln eine radikale Minderheit das Versammlungsrecht nutzen, um unter dem Motto „Hooligans gegen Salafismus“ gegen eine andere radikale Minderheit zu demonstrieren. Die Anmeldung der Demonstration erfolgte von einem Pro-NRW-Ratsmitglied aus Mönchengladbach.

Hooligans: Hooligans galten bisher als unpolitische Schläger- und Randalierer. Sie fielen überwiegend durch Massenschlägereien oder durch Angriffe auf unbeteiligte Fußball-Fans auf. Mit dem Zusammenschluss „Hooligans gegen Salafismus“ (HOGESA) betreten nun einzelne dieser Gruppen mit markigen Sprüchen und dumpfen Parolen die politische Bühne. Erste Demonstrationen in Frankfurt und Dortmund dokumentieren eine eindeutige personelle und inhaltliche Nähe zu rechtsextremen Gruppierungen wie der NPD oder der Pro-Gruppierung.

Salafisten: Nur ein geringer Teil der Muslime in Deutschland folgt dieser ultrakonservativen Strömung. Geschätzt werden ca. 6.000 Anhänger bundesweit. Ihr Ziel ist die vollständige Umgestaltung von Staat, Rechtsordnung und Gesellschaft nach einem salafistischen Regelwerk. Salafisten erheben den Anspruch, den einzig wahren Islam zu vertreten. Das von Salafisten verbreitete Gedankengut bildet nach Einschätzung des Verfassungsschutzes den Nährboden für eine islamistische Radikalisierung. Fast alle in Deutschland bisher identifizierten terroristischen Netzwerkstrukturen und Einzelpersonen sind nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden salafistisch geprägt bzw. haben sich im salafistischen Milieu entwickelt.

Am 26. Oktober geht es nicht nur um „Radikale gegen Radikale“! HOGESA nutzt bestehende Ängste und lenkt mit dem Thema Salafismus von der eigenen Radikalität und der eigenen Gewalt ab. Das Kölner Bündnis „Kein Veedel für Rassismus“ ruft daher für den 26. Oktober 2014, 14:00 Uhr, zu einer Gegenkundgebung auf dem Bahnhofsvorplatz auf. Informieren Sie sich unter www.KeinVeedelFuerRassismus.de über die ge­plan­ten Aktionen! Nehmen Sie an dem friedlichen Protest­ teil! Zeigen Sie, dass Köln bunt und nicht braun ist. 

V.i.S.d.P. für das Bündnis „Köln stellt sich quer“:
DGB-Region Köln-Bonn, Andreas Kossiski,
Hans-Böckler-Platz 1, 50672 Köln,
Koeln@DGB.de / www.Koeln-Bonn.DGB.de


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Köln stellt sich quer (2014)

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