Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 013/17 - 26.04.2017

Tag der Arbeit in der Bundesstadt

DGB ruft zum Bonner Marktplatz auf

„Wir sind viele. Wir sind eins.“ lautet das Motto zum 1. Mai 2017 des Deutschen Gewerkschaftsbundes. „Alle Erfolge, die Gewerkschaften in den vergangenen Jahrzehnten erreicht haben, leben hieraus: Wir sind viele, wir sind eins! Wir sind viele: Wir sind Junge und Alte, Frauen und Männer, Migrantinnen und Migranten, Beschäftigte, Erwerbslose, Rentnerinnen und Rentner. Wir sind eins: Wir kämpfen für mehr soziale Gerechtigkeit und stehen für eine Gesellschaft, die die Würde der Menschen auch in der Arbeitswelt respektiert und schützt“, heißt es im diesjährigen Aufruf für den Tag der Arbeit des Deutschen Gewerkschaftsbundes.

„Am Tag der Arbeit werden wir auch in Bonn für eine soziale, tolerante, demokratische und solidarische Gesellschaft in NRW, Deutschland und in Europa eintreten“, erklärt Bernd Weede, ehrenamtlicher Vorsitzender des DGB Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg und konstatiert, „Im Superwahljahr 2017 machen wir uns besonders stark für eine höhere Tarifbindung, einen Ausbau der Mitbestimmung und für „Gute Arbeit“. Wir fordern neue Perspektiven für mehr Gerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt!“

Weitere wichtige Forderungen der DGB-Gewerkschaften sind eine gerechte Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung und eine Stärkung der gesetzlichen Rente für einen Lebensabend in Würde. „Rente muss zum Leben reichen. Deshalb brauchen wir einen Kurswechsel in der Rentenpolitik! Wir haben mit unserer Rentenkampagne gute Vorschläge vorgelegt! Wir erwarten von den Parteien, dass sie die Weichen neu stellen in der Rentenpolitik – und das schnell!“, erklärt Weede. „Der drohenden Massenarmut im Alter, auf die wir zusteuern, muss Einhalt geboten werden!“

Für die DGB Gewerkschaften ist auch klar: Es braucht dringend ein Steuerkonzept, das Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entlastet und Vermögende in die Verantwortung nimmt. Weede weiß: „Die soziale Ungleichheit wächst, die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich jedes Jahr weiter. Jetzt sehen alle, welche politischen Folgen das hat: Die Unzufriedenheit der Menschen nimmt immer mehr zu und der gesellschaftliche Frieden ist gefährdet. Sowohl vermögende Menschen als auch Konzerne müssen ihren fairen Teil dazu beitragen, etwa Bildung, Gesundheitsversorgung und soziale Absicherung zu finanzieren."

Am 1. Mai in Bonn wollen die DGB-Gewerkschaften neben den bundespolitischen Forderungen, auch ganz klar ihre Erwartungen an die Landespolitik formulieren.
„Wir machen uns stark für Chancengleichheit im Bildungssystem, eine starke öffentliche Hand und einen modernen Wirtschaftsstandort“, erklärt Weede und ergänzt, „Nur mit starken Gewerkschaften, lebendiger Mitbestimmung und stabiler Tarifbindung kann es eine positive Entwicklung in Nordrhein-Westfalen geben.“ Außerdem wollen die DGB-Gewerkschaften dafür sensibilisieren, dass dringend mehr Personal in den Krankenhäusern benötigt wird. Weede erklärt: „Landesweit fehlen in den Krankenhäusern nach Gewerkschaftsberechnungen 35.000 Stellen, das ist jeder fünfte Arbeitsplatz in einer Klinik. Auch dieses Thema werden wir in Bonn auf die Agenda setzen!“

Die Maikundgebung in Bonn beginnt um 12 Uhr auf dem Marktplatz. Die Mairede hält in diesem Jahr Giovanni Pollice, Vorsitzender des gewerkschaftlichen Vereins „Mach meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V.“ Neben gewerkschaftlichen Themenpavillons gibt es vielfältige Möglichkeiten zur Information an Ständen aus dem gesellschaftlichen und politischen Bereich. Für die Kleinen stehen Hüpfburg und Kinderkarussell bereit.

Musikalisch begleiten die Kundgebung Thomas Heck And Friends. Ferner steht in diesem Jahr die Poetry Slammerin Ella Anschein mit auf der DGB-Bühne.

Dossier mit allen Informationen zu den Maiveranstaltungen in der DGB-Region Köln-Bonn: http://koeln-bonn.dgb.de/-/QIx

Hinweise für die Presseberichterstattung am 1. Mai:
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