Deutscher Gewerkschaftsbund

PM verdi Köln - 09.09.2015
ver.di Köln

Fachkräftemangel im Sozial- und Erziehungsdienst wird zu einem ernsthaften Problem

Beschäftigte im Sozial- und Erziehungsdienst werden der Ratssitzung im Spanischen Bau am 10.09. ab 15:00 Uhr einen Besuch abstatten und nach der Ablehnung der Schlichtung auf das Anliegen der Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe hinweisen.

Es mache keinen Sinn Panik zu verbreiten, aber es werde deutlich, dass es zunehmend schwer bis unmöglich werde, ausreichend qualifizierte Fachkräfte für den Sozial- und Erziehungsdienst der Stadt Köln zu bekommen. „Nach unseren Informationen nehmen Bewerberzahlen - für die Jahreszeit ungewöhnlich - sukzessive ab,“ erklärt Tjark Sauer, Gewerkschaftssekretär von ver.di Köln. Es sei in deutlich geringerem Maße gelungen, ehemalige Berufspraktikanten in ein Beschäftigungsverhältnis zu übernehmen. „Viele junge Beschäftigte entscheiden sich aufgrund der Berufsperspektiven und Bezahlungsperspektive nach der Ausbildung für ein Studium.“ Wenn es nicht gelinge, die Attraktivität der Berufe – in Sachen Bezahlung und Belastung – in den Griff zu bekommen, dann sei es eine Frage der Zeit, dass der Fachkräftemangel zu Einschränkungen des Angebotes führe und die Qualität sinke, so Sauer.

Nachdem die ver.di Mitglieder das Ergebnis der Schlichtung abgelehnt haben, droht der Konflikt erneut zu eskalieren. Nach dem Ende der Sommerferien in den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg werden bundesweit die Planungen für weitere Streiks wieder aufgenommen. Bis dahin will die Gewerkschaft ver.di auch in Köln weiter auf ihr Anliegen aufmerksam machen: „Wir möchten die Zeit bis zu weiteren Streiks nutzen, um die Arbeitgeber davon zu überzeugen, noch eine Schippe drauf zu legen,“ so Sauer. Die Arbeitgeber müssen ihren Beitrag dazu leisten, den Konflikt zu befrieden. Sauer weiter: „Streik ist kein Selbstzweck. Die Arbeitgeber haben die Möglichkeit, jetzt mit einem akzeptablen Angebot weitere Streiks zu verhindern.“ Der Besuch der Ratssitzung am Donnerstag den 10.09.2015 ist der Auftakt für weitere Aktivitäten.

„Die Verantwortlichen in Köln müssen einsehen, dass auch die Stadt Köln als Arbeitgeberin tätig werden muss, um einen vernünftigen Kompromiss zu erreichen, der den Konflikt befriedet, aber auch die Attraktivität der Berufe erhöht. Wer sich einfach hinter die ablehnende Haltung der kommunalen Arbeitgeber stellt und die Interessen der Beschäftigten und ihre berechtigten Forderungen ignoriert, trägt Mitverantwortung für die jetzt schon absehbaren Entwicklungen im Sozial- und Erziehungsdienst in unserer Stadt.“, so Markus Sterzl, Geschäftsführer des ver.di Bezirks Köln.

V.i.S.d.P.
Markus Sterzl, Geschäftsführer
ver.di Bezirk Köln
Hans-Böckler-Platz 9
50672 Köln


Nach oben
Suchbegriff eingeben
Datum eingrenzen
seit bis

Medienanfragen

DGB Köln-Bonn
DGB-Region Köln-Bonn Hans-Böckler-Platz 1 50672 Köln Tel. 0221 - 500032-0 Fax 0221 - 500032-20
weiterlesen …

RSS-Feed

Subscribe to RSS feed
Hier können sie unsere Pressemeldungen als RSS-Feed abonieren.

Meinungen

DGB Köln-Bonn
DGB Köln-Bonn
DGB Köln-Bonn
DGB Köln-Bonn
Jörg Mährle

RSS-Feed: Nachgefragt

Subscribe to RSS feed
In der Reihe „Nachgefragt“ veröffentlichen wir in unregelmäßigen Abständen ausführliche Interviews mit gewerkschaftlichen Experten/innen aus der Region Köln-Bonn.

RSS-Feed: Standpunkt

Subscribe to RSS feed
In der Reihe „Standpunkt“ nehmen gewerkschaftliche Experten/innen aus der Region Köln-Bonn ausführlich Stellung.

RSS-Feed: IM FOKUS

Subscribe to RSS feed
Blog mit Einblicken in gewerkschaftliche Themen und die Arbeit der DGB-Region Köln-Bonn, die nicht in offiziellen Pressemitteilungen oder Positionspapieren zu finden sind. Von Jörg Mährle, Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn