Deutscher Gewerkschaftsbund

PM ver.di - 30.09.2015

Besser statt billiger: Beschäftigte beim Internationalen Bund fordern Tarifvertrag

Unter dem Motto „Gemeinsam mehr erreichen: Ein IB – Ein Tarifvertrag“ machen am 30. September und 01. Oktober Beschäftigte des Internationalen Bundes (IB) in 15 Städten[1] auf ihre Arbeitsbedingungen und die aktuelle Tarifrunde aufmerksam. Mit Postkarten und Plakaten setzen sie sich für einen konzernweiten Tarifvertrag und eine bessere Bezahlung ein.

„Die gewerkschaftlich organisierten Kolleginnen und Kollegen fordern, dass der Internationale Bund durch Leistung und Qualität überzeugt, nicht durch Billigpreise auf Kosten der Beschäftigten. Die Pläne des Arbeitgebers, einen Großteil seiner Beschäftigten nur noch auf Mindestlohnniveau bezahlen zu wollen, lehnen sie ab.“, erläutert Dirk Hansen, ver.di Gewerkschaftssekretär, die Aktion.   Stattdessen fordern ver.di und GEW, dass der Internationale Bund seine Arbeitsbedingungen auf das bei sozialen Trägern und im öffentlichen Dienst übliche Niveau anhebt. Dies sei überfällig, ergänzt Angela Bankert, Gewerkschafterin der GEW. Schon jetzt würden viele MitarbeiterInnen zu anderen Trägern abwandern. „Ohne attraktive Arbeitsbedingungen wird der IB nicht zukunftsfähig sein.“  so die GewerkschafterInnen. Mit einer Blockadehaltung gegenüber den Gewerkschaften schwäche sich der Arbeitgeber selbst. ver.di und GEW kündigen weitere betriebliche Aktionen während der laufenden Tarifverhandlungen an.

Der Vorstand des Internationalen Bundes will nach Branchen und Regionen getrennte Arbeitsbedingungen durchsetzen und seinen Beschäftigten in der beruflichen Bildung nur noch den Mindestlohn bezahlen. ver.di und GEW lehnen diese Pläne ab und wollen einen konzerneinheitlichen Tarifabschluss erreichen.

Der Internationaler Bund zählt mit 12 000 Beschäftigten zu den großen sozialen Trägern in Deutschland. Er ist in zahlreichen Geschäftsfeldern der sozialen Arbeit und beruflichen Bildung vertreten und unterhält verschiedene Gesellschaften, Bildungseinrichtungen und Stiftungen. Der Internationale Bund refinanziert sich u.a.  aus öffentlichen Mitteln der Kommunen, der Landkreise, der Europäischen Union, des Bundes und der Länder sowie aus Kooperationen mit Unternehmen. Die IB – Gruppe hat im zuletzt veröffentlichten Jahresbericht einen Jahresumsatz von rd. 491 Millionen Euro (2013) ausgewiesen. 

***
V.i.S.d.P. und Rückfragen:
Dirk Hansen, ver.di Gewerkschaftssekretär
01578 65 44 619

[1] Bonn, Brühl, Dormagen, Euskirchen, Frechen, Jülich, Köln, Neuss, Siegen, Solingen, Remscheid, Velbert, Viersen, Waldbröl, Wuppertal


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