Deutscher Gewerkschaftsbund

PM ver.di - 27.06.2019

Kliniken der Stadt Köln: Schluss mit der Angstmacherei!

ver.di: Kliniken erhalten!

Zu den aktuellen Presseberichterstattungen über die Situation der Kliniken der Stadt Köln gGmbH und die Diskussion zur Schließung der Klinik in Holweide erklärt Daniel Kolle, Bezirksgeschäftsführer des ver.di Bezirk Köln-Bonn-Leverkusen: „Einige scheinen nicht zu verstehen, dass sie mit der Diskussion um Standorte bei den betroffenen Beschäftigten Angst um deren Arbeitsplätze auslösen. Das ist ohne Dialog mit den Betroffenen nicht nur unverantwortlich, sondern auch sachlich völlig falsch. Es waren Managementfehler und ein Versagen der Aufsichtsstrukturen, die die Kliniken der Stadt Köln in diese Problemlage gebracht haben. Sicher war es nicht die herausragende Arbeit der Beschäftigten der Kliniken, die jeden Tag unter schwierigen Bedingungen alles für den Erfolg des Unternehmens tun.“

Vergangenen Dienstag (25.06.2019) tagte der Finanzausschuss nichtöffentlich und hat Medienberichten zufolge weitere Kassenkredite der Stadt an die Kliniken beschlossen. Gleichzeitig wurde aus interessierten Kreisen eine Diskussion über die Aufgabe des Standorts Holweide in der Presse ausgelöst.

Dazu erklärt der Gewerkschaftsvertreter weiter: „Die städtischen Kliniken sind ein Teil von Köln. Eine Sanierung der Kliniken wird nicht mit der Schließung von Standorten gelingen. Im Gegenteil wird die Gesundheitsversorgung damit rationalisiert. Eine transparente Diskussion über das Sanierungsgutachten hat in der Politik noch gar nicht stattgefunden, da wollen einige die Demontage einer Kölner Institution sogar verschärfen. Wir lehnen das kategorisch ab und fordern den Erhalt der Arbeitsplätze nicht nur in der Wäscherei, sondern an allen drei Standorten! Teile des Sanierungsgutachtens sind schlicht betriebswirtschaftlicher Unsinn.“ Während die Charité in Berlin aus Qualitäts- und Kostengründen wieder eine eigene Wäscherei aufbaue, mache man in Köln das Gegenteil, kritisiert Daniel Kolle: „Privat vor Staat ist keine Botschaft, die die Beschäftigten und die Kölnerinnen und Kölner zufrieden stellt.“

Kolle verweist darauf, dass Frau Reker die städtischen Kliniken und das Thema Klinikverbund mit der Universitätsklinik Köln zur Chefsache erklärt habe. Während die Uniklinik mit der „Charité des Westens“ eine Stärkung des Wissenschafts- und Klinikstandorts Köln auf Spitzenniveau anbiete, würden die städtischen Kliniken in der Öffentlichkeit zu Grabe getragen, kritisiert ver.di. Ich appelliere deshalb an Frau Reker, dafür zu sorgen, dass der Klinikverbund schnellstmöglich als ernstzunehmende Alternative zu dieser sinnlosen Sanierungsdebatte mit allen Beteiligten und Betroffenen offen diskutiert wird. Andernfalls werden wir dieser destruktiven Debatte nicht mehr tatenlos zusehen“, so Kolle abschließend.

Ansprechpartner*innen:
Astrid Rogge-Musall, Gewerkschaftssekretärin Fachbereich Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen
Volker Wenner, Pressesprecher
Daniel Kolle, Bezirksgeschäftsführer


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