Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 046/16 - 19.10.2016
Veranstaltungshinweis:

Disziplin, Tradition, Kampf – Die Mär vom unpolitischen Hooligan

Fast zwei Jahre ist es her, dass am Kölner Hauptbahnhof rund 4500 Menschen unter dem Label „Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) auftraten, um gegen die „Islami­sierung" Deutschlands zu protestieren. Die Bilanz von 45 verletzten Polizistinnen und Polizisten sowie zahlreichen Bedrohungen und Sachbeschädigungen dokumentiert eindrucksvoll das Gewaltpotential dieser Szene.

Das Beispiel HoGeSa zeigt, dass Teile der gewaltaffinen Fußballsubkultur der Hooligans auch außerhalb des Stadions in Erscheinung treten und sich mit Vertretern der extremen Rechten verbünden. Das hat Konsequenzen für das Selbstbild der ‚Hools‘: Denn „Fußball ist Fußball und Politik bleibt Politik" ist eine Losung, die in der Szene nach wie vor propagiert wird. Viele Hooligans bezeichnen sich trotz HoGeSa vielfach als unpolitische Fans, gegen die die „Nazikeule" geschwungen werde. Doch was ist dran an der Mär vom unpolitischen Hooligan? Welche Rolle spielen die Hooligans in der Fanszene? Warum wird die Zugehörigkeit der ‚Hools‘ zur Fußballkultur immer bestritten? Und wie ist diese Szene im Rheinland, aber auch darüber hinaus, aufgestellt?

Wir wollen das Phänomen des „Hooliganismus" grundsätzlich unter die Lupe nehmen sowie den aktuellen Wandel der Fankultur kritisch betrachten. Dazu haben wir den Publizisten und Politikwissenschaftler Richard Gebhardt eingeladen. Er ist Experte für Rechtsextremismus und -populismus und untersucht die politischen Einflüsse auf den Fußball und seine Fankulturen. Gebhardt kennt die Fanszenen in Deutschland und England aus langjähriger Anschauung und arbeitet aktuell an einem Sammelband zum Hooliganismus.

25. Oktober 2016, 18 Uhr
Referent: Richard Gebhardt, Publizist und Politikwissenschaftler in Köln und Aachen
Ort: Hauptgebäude Universität Bonn, HS XVII

Eine Veranstaltung des DGB Kreisverband Bonn/Rhein-Sieg in Kooperation mit dem Hochschulinformationsbüro (HiB) der GEW Bonn und dem AStA der Universität Bonn.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


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Blog mit Einblicken in gewerkschaftliche Themen und die Arbeit der DGB-Region Köln-Bonn, die nicht in offiziellen Pressemitteilungen oder Positionspapieren zu finden sind. Von Jörg Mährle, Geschäftsführer der DGB-Region Köln-Bonn