Deutscher Gewerkschaftsbund

01.08.2010

Literaturhinweis: Robert Blum

Ein deutscher Revolutionär 1807–1848

Erschossen wie Robert Blum heißt ein bekanntes Sprichwort. Viel mehr weiß man heute nicht von diesem Vorkämpfer der Demokratie in Deutschland, der 1807 in Köln geboren wird, in ärmlichen Verhältnissen aufwächst, als Theatersekretär nach Leipzig kommt und dort in wenigen Jahren zu einem der führenden oppositionellen Fortschrittsmänner seiner Zeit aufsteigt. Zunächst ohne Mandat, als Publizist, Redner und Organisator von politischen Vereinen und Festen.

1846 wird er Stadtverordneter, im Mai 1848 in die Frankfurter Nationalversammlung gewählt und avanciert schnell zum führenden Sprecher der Linken. Im Oktober ist er in dem von der Gegenrevolution bedrohten Wien, wird verhaftet, standgerichtlich verurteilt und am 9. November 1848 erschossen.

Robert Blum

Es ist der erste deutsche 9. November. Der gewaltsame Tod macht ihn zum Märtyrer der Demokratie, die Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts verehrt ihn als einen ihrer großen Vorkämpfer. Nach 1945, im innerdeutschen ›Streit um das Erbe‹, versucht die DDR Blum zu einem ihrer Wegbereiter zu machen. Das gelingt nur halb. Denn im Westen tritt dem vor allem Bundespräsident Gustav Heinemann energisch entgegen. Er bittet um Gerechtigkeit für Robert Blum. Die Rehabilitierung des Revolutionärs dauert an.

Der Hamburger Politikwissenschaftler Peter Reichel erzählt in diesem biographischen Essay das kurze und ereignisreiche Leben dieses fast vergessenen deutschen Revolutionärs.


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Literaturhinweise zur Gewerkschafts- und Sozialgeschichte in der Region Köln-Bonn

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