Deutscher Gewerkschaftsbund

1. Mai 2010

28.04.2010

DGB Köln-Bonn demonstriert in vier Städten am 1. Mai für Gute Arbeit, Gerechte Löhne und einen starken Sozialstaat

Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist aus Sicht des DGB und der Gewerkschaften noch nicht vorbei. Gewerkschaften und Betriebsräte haben in der schwierigen Zeit maßgeblich dazu beigetragen, dass bislang ein starker Anstieg der Arbeitslosigkeit verhindert werden konnte. Kurzarbeit, Tarifverträge zur Beschäftigungssicherung, Konjunkturprogramme und die Abwrackprämie waren Maßnahmen, für die sie gekämpft haben.

Vorrangiges Ziel muss sein, dass der Staat in der Lage bleibt, unverschuldet in Not geratenen Menschen zu helfen, Arbeitsplätze zu sichern und Unternehmen zu stabilisieren.

„Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften fordern ein grundlegendes Umdenken in der Gesellschaft. Die Verursacher der Krise müssen für die Finanzierung der Krisenlasten gerade stehen und für mehr Beschäftigung, Bildung und soziale Sicherheit in die Pflicht genommen werden. Wenn wir durch die Krise neue Chancen erhalten wollen, dann brauchen wir jetzt Investitionsprogramme für die Zukunft, die helfen die Auftragsbücher wieder zu füllen. Ziel muss die wirtschaftliche Belebung sein und der Ausbau und die Sicherung des Industriestandortes Köln und der Region“, erklärte der DGB-Regionsvorsitzende Andreas Kossiski.

Der DGB fordert

  • eine stärkere Besteuerung hoher Einkommen und Erbschaften,
  • eine Neugestaltung der Kommunalfinanzen,
  • eine verlässliche Absicherung von Lebenssituationen wie Arbeitslosigkeit, Alter und Krankheit,
  • keine ungerechte Kopfpauschale im Gesundheitssystem, die das Solidarprinzip auf den Kopf stellt,
  • keine weitere Verschlechterung bei der Rente,
  • Bekämpfung von Dumpinglöhnen und prekärer Beschäftigung
  • einen gesetzlichen Mindestlohn,
  • „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ statt „Missbrauch der Leiharbeit“.

Der DGB Köln-Bonn veranstaltet 2010 in vier Städten Demonstrationen und Kundgebungen: in Köln, Bonn, Bergisch-Gladbach und Gummersbach.

Kossiski: „Der 1. Mai ist für den DGB das Fest der Solidarität. An diesem Tag fordern wir soziale Gerechtigkeit, gute Arbeit trotz der Krise, gute Löhne und kämpfen für einen handlungsfähigen Sozialstaat.“


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