Deutscher Gewerkschaftsbund

29.09.2015

"1. Mai" in den 1990er Jah­ren in Köln

Aus der Zeit der 1990er Jahre liegen leider kaum Fotos vor. Digitalfotografie und Smartphones waren eben noch nicht erfunden. Wenn Sie uns Bilder aus jender Zeit zur Nutzung zur Verfügung stellen wollen, freuen wir uns. Kontakt: 0221-500032-0 oder Koeln@DGB.de

Geschihte des 1. Mai

DGB Köln

  • 1. Mai 1990 in Köln

    Die zentrale Kundgebung zum »Tag der Arbeit« fand auf dem Alter Markt statt. Konrad Gilges, der Kölner DGB-Vorsitzende erinnerte daran, dass allein in Köln fast 50.000 Menschen arbeitslos seien. Er forderte daher den Rat und den anwesenden Oberbürgermeister Norbert Burger, auf sich stärker als zuvor für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit einzusetzen. DGB Vorstandsmitglied Michael Geuenich unterstrich, dass die zentralen DGB Forderungen nach weiterer Arbeitszeitverkürzung und deutlichen Lohnerhöhungen keineswegs »überspannt « seien, angesichts der steigender Unternehmensgewinne und guten Gewinnerwartungen durch den EG Binnenund den DDR-Markt. Ebenso werde die Bildung freier Gewerkschaften in der DDR unterstützt, um die Entstehung eines »Niedriglohnlandes« zu verhindern. Erinnert wurde an den ersten »Tag der Arbeit« vor 100 Jahren. Dazu gab es ein umfangreiches Bühnenprogramm: Liedermacher, Kabarett und als Höhepunkt der Auftritt der »Bläck Fööss«. (KR vom 2.5.1990, Lokalteil S. 2)

  • 1. Mai 1997 in Köln

    Für den 1. Mai 1997 hat der Kölner DGB einen außergewöhnlichen Weg beschritten: Ein eigenes Motivplakat mit Persönlichkeiten aus der Kölner Stadtgesellschaft. Das Motto: "Wir hängen uns aus dem Fenster ... gegen Sozialabbau, Arbeitsplatzvernichtung und Entsolidarisierung. Mairednerin auf dem Alter Markt war Dr. Monika Wulf-Mathies, damals Mitglied der EU-Kommission.


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Der Kölner "1. Mai" im Wandel der Zeit

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