Deutscher Gewerkschaftsbund

03.02.2012
Bonn

Ausstellung in Bonn: Es lebe die Freiheit

Die „Weiße Rose“ und die „Rote Kapelle“ sind Bezeichnungen für Gruppen, in denen junge Leute illegal aktiv gegen das NS-Regime arbeiteten. Sie werden hier stellvertretend genannt für andere Jugendgruppen und „Einzelkämpfer“, die sich dem totalen Erziehungsanspruch des Nationalsozialismus entziehen wollten und mutig widerstanden: Erinnert wird an den Zeugen Jehovas Gerhard Liebold, an die Gewerkschafterin Gertrud Liebig, an den Kommunisten Bruno Tesch, den Sozialdemokraten Heinz Gärtner und andere.

Plakat der Ausstellung

Plakat der Ausstellung

Die Ausstellung des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945 stellt exemplarisch Wege von oppositionellen und widerständigen Jugendlichen im „Dritten Reich“ dar und dokumentiert das Spektrum der Motive dieser jungen Leute: dem Drill der Hitler-Jugend zu entfliehen, die NS-Propaganda zu entlarven, sich dem Kriegsdienst zu entziehen, über politische Alternativen zu diskutieren.

„Es lebe die Freiheit!“ rief Hans Scholl kurz bevor er 1943 in München hingerichtet wurde. Vor allem Großstädte – wie Berlin, Hamburg, Köln oder München – waren Schauplätze jugendoppositionellen Handelns. Aber auch im katholisch-bürgerlichen geprägten Bonn wehrten sich junge Menschen: Stellvertretend wird auf Michael Jovy hingewiesen, der mit anderen wegen „illegaler bündischer Betätigung“ und „Vorbereitung zum Hochverrat“ 1941 vom Volksgerichtshof in Berlin verurteilt wurde.

Begleitveranstaltung im StadtMuseum Bonn:

Freitag, 2. März 2012, 19.00 Uhr
Briefe der Geschwister Scholl gelesen von Michael Klevenhaus
in Kooperation mit der Buchhandlung & Galerie Böttger, Maximilienstr. 44, 53111 Bonn

Führungen durch die Ausstellung:

Sonntag, den 26. Februar 2012, 15 Uhr
mit Dr. Horst-Pierre Bothien, StadtMuseum Bonn

Sonntag, den 18. März 2012, 15 Uhr
mit Astrid Mehmel, Leiterin der Bonner Gedenkstätte

Zu den Öffnungszeiten können mittwochs bis freitags Führungen für Gruppen und Schulklassen bei der Gedenkstätte Bonn unter Tel. 0228- 69 52 40 angemeldet werden.

StadtMuseum Bonn
Franziskanerstraße 9
53113 Bonn

Öffnungszeiten:
Mittwochs 9.30-14 h
Donnerstag bis Samstag 13-18 h
Sonntag 11.30-17 h
Montag und Dienstag geschlossen

Eintritt 2,50 Euro - erm. 1,60 Euro

Informationen zur Ausstellung und zu Führungen: 0228 - 69 52 40 (Gedenkstätte Bonn) www.bonn.de/stadtmuseum


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