Deutscher Gewerkschaftsbund

12.01.2016

Wir verurteilen die rassistischen und sexistischen Übergriffe in unserer Stadt

DGB-Jugend Köln

DGB-Jugend Köln

Die rassistischen Angriffe am 10. Januar in Köln verurteilen wir aufs Schärfste. Seit Monaten werden Hass und menschenfeindliche Hetze gegen Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund geschürt.

Wir verurteilen auch die sexistischen Übergriffe auf zahlreiche Frauen in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof. Die Taten müssen lückenlos aufgeklärt und die Täter schnellstens zur Rechenschaft gezogen werden. Sexismus, sexualisierte Übergriffe und Gewalt müssen bekämpft werden und durch die Gesellschaft geächtet sein. Dies hat nichts mit Herkunft oder Religion zu tun, sondern ist ein Problem unserer patrichachalstrukturierten Gesellschaft.
Die Hetze gegen Geflüchtete, die sich seit den Übergriffen der Silvesternacht verschärft hat, hat ihre Früchte in der rechten Szene getragen.

Am vergangenem Sonntag haben sich zahlreiche Menschen in Gruppen zusammen gerottet, nach derzeitigem Ermittlungstand Rocker, Türsteher und Hooligans, um Jagd auf Migrant_innen in Köln zu machen. Es wurden mehrere Menschen mit Migrationshintergund verletzt, einige wurden im Krankenhaus behandelt. Dass nach dem Naziaufmarsch am vergangenem Samstag auch noch sowas in unserer Stadt passiert, ist von uns Jugendlichen nicht zu dulden.

Unsere Stadt schmückt sich mit ihrer Weltoffenheit. Viele junge Menschen kommen zum Studieren oder zum Arbeiten nach Köln. Unsere Stadt lebt von einer multikulturellen und offenen Atmosphäre. Doch de facto sind Menschen auch hier täglich von sexistischen und rassistischen Übergriffen, von Zwangsräumungen und Abschiebungen betroffen. Wir wollen, dass sich Menschen aller Nationalitäten und auch Geflüchtete hier zuhause und willkommen fühlen. Wir wollen nicht, dass hier Rechte oder selbsternannte “Bürgerwehr” Selbstjustiz üben und Menschen angreifen. Köln ist nicht die Stadt der rechten Gesinnung, sondern die jedes Menschen, der sich hier wohl und zuhause fühlt.

Wir als Jugendverbände sagen: Keine rassistischen und sexistischen Übergriffe in unserer Stadt! Wir verurteilen jede Hetze gegen Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund!

Lasst uns gemeinsam für eine vielfältige und offene Stadt, Gesellschaft und Kultur eintreten!

Kein Platz für Sexismus und Rassismus in Köln! 


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Köln stellt sich quer (2016)

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