Deutscher Gewerkschaftsbund

15.01.2019

Erinnern – Eine Brücke in die Zukunft

Gedenkveranstaltung | 27.01.2019 | Köln

1996 hat der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, zum nationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt. Seit dieser Zeit findet jedes Jahr in der Antoniterkirche eine zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Köln statt. Jedes Jahr wird dabei an eine andere Opfer-Gruppe erinnert.

In 2019 stehen die Kölner/innen im Mittelpunkt, die in der NS-Zeit als Kriegs­gegner/innen verfolgt wurden und als Zwangsrekrutierte in den Rüstungsbetrieben schufteten. Es wird aber auch der Menschen gedacht, die HEUTE von Krieg, Verfolgung und Ausbeutung betroffen sind. Und es wird an die Verantwortung der Industrienationen erinnert, die durch ihre Waffenexporte in Krisen- und Konfliktgebiete Mitverantwortung für Krieg, Flucht und Vertreibung tragen:

Sonntag, 27. Januar, 14 Uhr, in der Antoniterkirche, Schildergasse 57.

Im Anschluss (ca. 15:30 Uhr) findet ein Mahngang zum Deserteur-Denkmal am Appellhofplatz statt.

Für die Kölner Gewerkschaften ist klar: „Das 2-Prozent-Ziel der NATO, das von der Trump-Regierung vehement eingefordert wird, sichert nicht den Frieden sondern führt zu einer neuen Rüstungsspirale … Wir lehnen strategische Waffenexporte in Krisen- und Konfliktgebiete sowie an diktatorische oder autokratische Regime grundsätzlich ab. Wir dürfen nicht länger Staaten und Konfliktparteien mit Waffen versorgen, die Krieg, Gewalt und Unterdrückung als Mittel der Politik verstehen.“ (Aufruf der Kölner Gewerkschaften aus 2017: #No2Percent – Frieden geht anders!)

Der „Auschwitz-Gedenktag“ wird von einem breiten Kölner Bündnis, dem Vereine, Institutionen, Kirchen, Parteien und  Gewerkschaften angehören, getragen.

Informationen zur Gedenkveranstaltung in Köln: https://www.antonitercitykirche.de/gedenkfeier-27.-januar.aspx


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