Deutscher Gewerkschaftsbund

06.05.2011

Aufruf "Für Bonn"

Kirchen, Sozialverbänden, Wirtschaft und Gewerkschaften haben am 6. Mai 2011 ein gemeinsames Positionspapier "Für Bonn" veröffentlicht:

Bonn hat sich seit dem Bonn-Berlin-Beschluss des Deutschen Bundestages und dem Teilumzug der Bundesregierung und der Verfassungsorgane nach Berlin sehr gut entwickelt. Der durch diesen Beschluss angestoßene Strukturwandel ist gelungen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist deutlich gewachsen, entsprechendes gilt für die Zahl der Unternehmen. Bonn und die Region sind eine Zuzugsregion. Bonn genießt hohes Ansehen auch weltweit. Darauf können wir stolz sein.

Vieles wurde auf den Weg gebracht, der Strukturwandel war bisher erfolgreich, Telekom-Zentrale, Posttower und Rheinbogen sind sichtbare Belege. Dieser Strukturwandel ist ins Stocken geraten. Es entsteht der Eindruck, dass es nicht vorangeht; fast wirkt die Stadt wie gelähmt.  Zurückzuführen ist das wesentlich auf das Projekt World Conference Center Bonn. Die bei der Umsetzung dieses Projektes gemachten Fehler und  Versäumnisse gefährden die städtischen Finanzen, beschädigen den Ruf der Stadt und vergiften das innerstädtische Klima.

Wir brauchen eine gemeinsame Anstrengung aller, um diese Lähmung aufzuheben, um den Nebelschleier von der Stadt zu ziehen und wieder zu der gemeinsamen Motivation zurückzufinden, die zum Gelingen des besonderen Strukturwandels dieser Stadt beigetragen hat. Wir brauchen eine nachhaltige Form der Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft, um einen gesellschaftlichen Konsens über die strategische Ausrichtung der Stadt zu erzielen. Ein derartiger Konsens gibt den zum Handeln Berufenen den erforderlichen Mut und Rückhalt zur Umsetzung.


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Kommunen sind systemrelevant

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