Deutscher Gewerkschaftsbund

30.11.2011
GEW

KMK-Empfehlungen zur Umsetzung von Inklusion

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat nach langen internen Diskussionen im Februar 2011 einen Entwurf zur Weiterentwicklung ihrer Empfehlungen zur sonderpädagogischen Förderung von 1994 beschlossen. Dieser Entwurf trägt nun die Überschrift „Inklusive Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Schulen" und soll Leitschnur für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention werden. Die Fachöffentlichkeit konnte dazu bis Anfang April Stellung nehmen. GEW und weitere Verbände haben dies kritisch getan.

Der GEW-Hauptvorstand unterstützt außerdem die ausführliche Stellungnahme der Betroffenenorganisationen BAG Gemeinsam leben – gemeinsam lernen, Deutscher Behindertenrat und Sozialverband Deutschland. Diese kritisieren die KMK-Empfehlungen ebenfalls scharf und inhaltlich im selben Tenor wie die GEW. Auch unterziehen sie das Verfahren erheblicher Kritik. Die Betroffenenorganisationen wurden nicht einbezogen. In der Stellungnahme heißt es:

„Mit Blick auf die benannten zentralen Kritikpunkte sowie weitere, in der Verbändestellungnahme vom 6.9.2010 dargelegten Forderungen, auf die vollumfänglich verwiesen wird, können die Verbände den Empfehlungen in der jetzt vorliegenden Form nicht zustimmen. Sie sehen die KMK-Empfehlungen weder hinsichtlich des Verfahrens ihrer Entstehung, noch hinsichtlich wesentlicher Inhalte mit den Anforderungen der BRK im Einklang.“

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Inklusion: Gemeinsam Lernen in Vielfalt

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