Deutscher Gewerkschaftsbund

01.08.2010

Literaturhinweis: Kölner Sozialgeschichte "von unten"

Gesammelte Aufsätze zur Alltagsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert.

Mit seiner über Jahrzehnte hinweg anhaltenden wissenschaftlichen und kommunikativen Produktivität als Sozialhistoriker, der sich auf die neueste Geschichte im Kölner Raum konzentriert, ist Fritz Bilz ein Musterbeispiel für den Schwung, mit dem die Alltagshistorikerinnen und -historiker ihre historische Spurensuche ,vor Ort' begonnen haben und der für die Sozialgeschichte bis heute relevant geblieben ist. 

Ortstermine Bd.23

In seinem Wirken vereinen sich Merkmale, die als typisch für die in der Geschichtswerkstätten-Bewegung vorherrschende Mentalität gelten können, so:

(1.) Hervorkehrung der Menschen als Subjekte der Geschichte;

(2.) Akzeptanz wissenschaftlicher Standards, ohne von der etablierten ,Historikerzunft' dirigiert zu werden; daraufhin

(3.) autonome Entwicklung der Fragestellungen und Forschungsschwerpunkte;

(4.) Forschungsprozess der (,Laien-') Historiker als gemeinsamer Lernprozess, daraufhin kooperatives statt konkurrierendes Arbeiten;

(5.) gezielte Förderung des Forschernachwuchses und generell von Brückenschlägen zwischen den Generationen;

(6.) Herstellung von Öffentlichkeit für die Forschungsergebnisse mit dem Ziel der verständlich formulierten ,Aufklärung' über bisher von der Historie vernachlässigte, wenn nicht sogar bewußte verdeckte Themen.


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Literaturhinweise zur Gewerkschafts- und Sozialgeschichte in der Region Köln-Bonn

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