Deutscher Gewerkschaftsbund

Zum 200. Geburtstag von Andreas Gottschalk

24.02.2015
Terminhinweis

„Wenn das Volk hungert, darf niemand essen!“

Vor 200 Jahren – am 28. Februar 1815 – wurde der Armenarzt Andreas Gottschalk geboren. Gottschalk wuchs in Köln auf und engagierte sich nach seinem Medizinstudium in der entstehenden Arbeiterbewegung. Er gehörte zu den Organisatoren einer Massenversammlung, die am 3. März 1848 vor dem Kölner Rathaus politische Reformen, wie das allgemeine Wahlrecht, Presse- und Versammlungsfreiheit und den Schutz der Arbeit forderte. Nach Christian Frings, Historiker und Gottschalk-Forscher, ist Andreas Gottschalk „einer der fast vergessenen Urväter der Arbeiterbewegung.“

Mit einem Rundgang auf Melaten und einer anschließenden Veranstaltung im Kölner Gewerkschaftshaus erinnert die Rosa-Luxemburg-Stiftung in Kooperation mit dem DGB-Stadtverband Köln an diesen Kölner Arbeiterführer. „Andreas Gottschalk ist nicht nur eine wichtige Persönlichkeit der Arbeiterbewegung. An seinem Leben wird auch ein Stück der Kölner Stadtgeschichte deutlich“, so Christian Frings, der die Veranstaltung inhaltlich begleitet. Der Kölner Historiker verspricht eine spannende Führung, die fast bis in die Gegenwart reicht, denn erst in den 1990er Jahren wurde das Grab von Andreas Gottschalk wiederentdeckt und restauriert: "Ohne die Recherche und detektivische Suche des Kölner Historikers Fritz Bilz wäre ein wichtiges Zeugnis der Stadtgeschichte unwiederbringlich verloren gegangen."

Die Führung beginnt am 28. Februar 2015 um 15:00 Uhr auf dem Melatenfriedhof, Eingang Piusstr./ Ecke Woensamstraße. Um 17:00 Uhr findet im Kölner DGB-Haus am Hans-Böckler-Platz ein Vortrag über das Leben und Wirken von Andreas Gottschalk statt. Beide Veranstaltungen sind kostenfrei.
Um eine formlose Anmeldung per Mail an koeln@dgb.de wird gebeten.


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