Deutscher Gewerkschaftsbund

17.11.2019

Stark im Wandel

DGB Köln-Bonn

DGB Köln-Bonn

Wir erleben einen grundlegenden Strukturwandel. Er wird getrieben durch Globalisierung, Digitalisierung und Klimawandel. Er ist umfassend und betrifft alle Regionen, alle Branchen, alle Gewerkschaften. Für uns ist aber auch klar: Dieser Wandel ist gestaltbar!

Energiewende, Mobilitätswende, Digitalisierung, Strukturwandel: Wirtschaft und Arbeit stehen vor (und in) grundlegenden Strukturveränderungen. Alleine die Presseberichterstattung der letzten Monate gibt einen ersten Vorgeschmack.

Einige Beispiele:

  • Ford streicht 12.000 Stellen weltweit, davon ca. 3.800 in Köln
  • Kaufhof/Karstadt streicht rund 2.600 Stellen. Rund 1.000 Vollzeitstellen sollen in den Führungs- und Verwaltungsstrukturen wegfallen, weitere 1.600 Vollzeitstellen in den Filialen.
  • Bayer baut in Deutschland 4.500 Arbeitsplätze ab. Ein großer Teil der Stellen fällt in der Verwaltung weg, der Löwenanteil der 3000 Jobs wird dabei in der Leverkusener Zentrale verloren gehen.
  • Der schleichende Abbau von Arbeitsplätzen bei den Bundesministerien in Bonn geht weiter. Noch sind in der Bundesstadt ca. 6.500 Arbeitsplätze vorhanden – aber wie lange noch?
  • Die Commerzbank will bundesweit rund 2.300 Stellen streichen.
  • Siemens will ca. 3.400 Stellen abbauen.
  • Der Autozulieferer Continental will wegen der Krise der Autoindustrie in den kommenden zehn Jahren in Deutschland rund 7.000 Stellen streichen.
  • Covestro baut bis Ende 2020 rund 400 Stellen bundesweit ab.
  • Im Rheinischen Revier ist die Braunkohle ein zentraler Wirtschaftsfaktor. An ihr hängen in der Region mehr als 30.000 Arbeitsplätze.

Die meisten Stellenkürzungen finden ohne Kündigungen statt sondern durch Abfindungen, Sozialpläne oder normale Fluktuation. Doch: Für die Betroffenen ist der Jobverlust ein massiver Einschnitt und zwingt zu teilweise erheblichen Veränderungen. Außerdem: Stellenkürzungen im o.g. Umfang haben weitere Auswirkungen, z.B. auf die Zahl der Ausbildungsplätze, auf Zulieferer und Lieferanten oder auf unternehmensnahe Dienstleistungen. Der Stellenabbau trifft damit viele Menschen ... er trifft aber auch die Kommunen durch einen Verlust von Kaufkraft oder Steuereinnahmen.

  • DGB NRW: Startet Diskussionsprozess

    Der DGB NRW hat einen Diskussionsprozess mit Gewerkschafts-internen Diskussionen in allen DGB-Regionen in NRW gestartet. Von November 2019 bis Januar 2020 werden wir im Rahmen von Diskussionen und anhand von konkreten Beispielen aus der jeweiligen Region über die Dimension des Wandels, die Tragweite der Folgen und die Möglichkeiten von Interventionen und Gestaltung sprechen. Mit Kolleginnen und Kollegen aus dem DGB, den Gewerkschaften, aus den Betrieben. Link: https://nrw.dgb.de/stark-im-wandel

  • IG Metall: Transformationsatlas

    Betriebsräte/innen aus 1.964 Betrieben haben sich im Frühjahr 2019 an der Erstellung betrieblicher Transformationsatlanten beteiligt. In diesen Betrieben sind mehr als 1.700.000Menschen beschäftigt. Sie repräsentieren alle Branchen des Organisationsbereichs der IG Metall. Es handelt sich bei den Ergebnissen um Einschätzungen, welche die Betriebsräte/innen in Workshops auf der Grundlage intensiver Diskussionen und betrieblicher Recherche vorgenommen haben. Link: PDF-Datei mit Ergebnissen

  • IG BCE: Dossier zur Transformation

    Die Wirtschaft befindet sich im Wandel. Sie wird immer nachhaltiger und digitaler und stellt immer neue Herausforderungen an Unternehmen und Beschäftigte. Wie kann man darauf reagieren? Was sind mögliche Lösungen? Link: https://igbce.de/igbce/themen/dossier-transformation

  • ver.di: Forschungsprojekte

    Der ver.di-Bereich Innovation und Gute Arbeit setzt auf vorausschauende Arbeitsforschung. Momentan ist der Bereich in vier vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekten mit eigenen Stellen involviert. Link: https://innovation-gute-arbeit.verdi.de/ueber-uns/forschungsprojekte

  • Industriepolitisches Leitbild des Landes Nordrhein-Westfalen:

    Auf Grundlage dieses Leitbildes möchte die Landesregierung den Industriestandort Nordrhein-Westfalen dauerhaft zum weltweit führenden Innovationsmotor und zum modernsten, klima- und umweltfreundlichsten Industriestandort weltweit machen. Das Leitbild zeigt die Handlungsfelder und die Zielrichtung für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Industriestandorts Nordrhein-Westfalen auf.  Link: https://www.wirtschaft.nrw/industriepolitisches-leitbild

  • Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung"

    Nach monatelangen Gesprächen und einer 21-stündigen Marathonsitzung hat die Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung einen Abschlussbericht vorgelegt. Das wichtigste Ergebnis: Niemand fällt ins Bergfreie, die Beschäftigten in der Kohleverstromung werden im klimapolitisch bedingten Strukturwandel umfassend abgesichert. Informationen und Bewertung des DGB


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