Deutscher Gewerkschaftsbund

10.04.2019

Sozialkonferenz „Leben und Arbeiten in Leverkusen“

06.04.2019 | Forum Leverkusen

Nicole Ilbertz

Nicole Ilbertz

Gemeinsame Sozialkonferenz von: DGB Stadtverband Leverkusen, VHS Leverkusen und Weiterbildungseinrichtung „ARBEIT UND LEBEN DGB/VHS Nordrhein-Westfalen e. V.

  • Plakat

  • Hintergründe

    Wie wird „Leben und Arbeiten in Leverkusen“ in Zukunft aussehen? Wie entwickelt sich die Attraktivität unserer Stadt? Sollen das bestehende Straßennetz saniert oder lieber neue Fahrradwege gebaut werden? Lieber auf Car-Sharing setzen oder den öffentlichen Nahverkehr stärken? Wird in den Quartieren der Stadt weiterhin Vielfalt leben oder werden wirtschaftlich Schwächere aus ihren Wohnvierteln verdrängt? Arbeitsmarkt, Mobilität und Wohnraum können nicht mehr losgelöst voneinander betrachtet werden.

    Der DGB STADTVERBAND LEVERKUSEN, in der Kooperation mit der VHS Leverkusen sowie mit der Weiterbildungseinrichtung „ARBEIT UND LEBEN DGB/VHS Nordrhein-Westfalen e. V.“, ist mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern in den Dialog getreten um über die zukünftige Weiterentwicklung der Stadt Leverkusen zu diskutieren.

  • Bilder der Veranstaltung

  • Presseerklärung des DGB Leverkusen

    Sozialkonferenz: Leben und Arbeiten in Leverkusen;
    Gemeinsam über die Zukunft Leverkusens sprechen…

    Strategien im Kampf gegen steigende Preise für Wohnraum, neue Mobilitätskonzepte und die Zukunft des regionalen Arbeitsmarktes standen im Fokus der Sozialkonferenz am 6. April 2019 im Leverkusener Forum. In den drei Arbeitsgruppen Wohnen, Mobilität und Arbeiten diskutierten interessierten Bürgerinnen und Bürgern über die Zukunft Leverkusen. Impulse für die Diskussion gaben die Vorsitzende des DGB NRW, Anja Weber, sowie der Oberbürgermeister Uwe Richrath.

    AG 1 – Wohnen in Leverkusen

    Immer mehr Beschäftigte finden keine geeignete und bezahlbare Wohnung in der Nähe ihres Arbeitsplatzes. Das liegt vor allem an den rasant steigenden Mieten in vielen Städten und Gemeinden. In Leverkusen haben sich die Mieten seit 2014 um 16,98 Prozent erhöht. Inzwischen müssen Mieter hier durchschnittlich 8,06 Euro pro Quadratmeter zahlen. Das ist das Ergebnis einer Erhebung von empirica-systeme.

    „Es ist ein untragbarer Zustand, dass sich auch Normalverdienende Wohnen kaum mehr leisten können“, erklärt Jens Scheumer, Vorsitzender des DGB Stadtverbandes Leverkusen. „Die von den Gewerkschaften ausgehandelten Lohnsteigerungen werden von steigenden Mieten aufgefressen. Das ist ein Unding!“ Arbeitnehmende und ihre Familien seien zunehmend gezwungen, an den Stadtrand zu ziehen und jeden Tag weite Strecken zur Arbeit zu pendeln. „Viele Beschäftigte verbringen mehr Zeit im Stau als bei ihrer Familie“, so Scheumer.

    AG 2 – Mobilität in Leverkusen

    Die polyzentrische Struktur Leverkusens sowie ein bescheidenes ÖPNV-Verkehrsangebot mit den benachbarten ländlichen Regionen tragen zusätzlich dazu bei, dass der motorisierte Verkehr in der Leverkusener Umgebung und in der Stadt selbst intensiv in Anspruch genommen wird.

    „Die in der Sozialkonferenz entwickelten Vorschläge sollen der kommunalen Politik Impulse geben für innovative Konzepte zu einer neuen urbanen Mobilität. Sie sollen Mut machen für Realexperimente und die Umsetzung von konkreten, schon lange diskutierten Maßnahmen – nur auf diese Weise kommt durch die Stadtpolitik das Neue nach Leverkusen“, so Nicole Ilbertz, stellvertretende Vorsitzende des DGB Stadtverbandes Leverkusen.

    AG 3 – Arbeiten in Leverkusen

    Ein weiterer Schwerpunkt der Sozialkonferenz war das Thema Arbeit. Leverkusen ist ein bedeutsamer Industriestandorten in Deutschland. Die Sicherung von Fachkräften ist eine zentrale Herausforderung. Aber die Digitalisierung wird den Wandel der Arbeitswelt beschleunigen. Es ist daher von zentraler Bedeutung, allen Arbeitnehmenden schon heute deutlich besseren Zugang zu Qualifizierungsmöglichkeiten zu geben und belastende Tätigkeiten abzubauen. Vor allem durch den Erhalt der Arbeits-und Beschäftigungsfähigkeit sowie die Stärkung von IT-Kompetenzen können die Teilhabechancen an dem Leverkusener Arbeitsmarkt von morgen sichergestellt werden.

     


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