Deutscher Gewerkschaftsbund

13.01.2015
Die Auseinandersetzungen sozialdemokratischer Jugendorganisationen

Buchvorstellung & Diskussion „Gegen Faschismus und Krieg“

mit Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen - Autor -

Moderation Claudia Wörmann-Adam am Donnerstag, 19. Februar 18.00 h im NS Dokumentationszentrum der Stadt Köln „ELDE Haus", Köln, Appellhofplatz 23-25

Wahlerfolge und Massenanhang verdankte die NSDAP besonders ihrer Attraktivität unter der Jugend. Die junge Generation der bürgerlich konservativen Milieus radikalisierte sich schneller als ihre Eltern, junge und oft arbeitslose Handwerker, Bauern und auch Arbeiter füllten die Reihen der NS Massenorganisationen. Neben der kommunistischen Jugend waren es in erster Linie die Sozialdemokratischen Jugendorganisationen, die der NSDAP seit deren Gründung erbitterten Widerstand leisteten. Jungsozialisten, Sozialistische Arbeiterjugend, Gewerkschafts- und Sportjugend und die Jugendabteilungen des Reichsbanners Schwarz Rot Gold organisierten mehr als 600.000 junge Menschen. Sie sahen vor allem in der Information und Aufklärung, in Demonstrationen und Kundgebungen, vor allem aber in der politischen Erziehung und Bildung sowie in der Freizeitgestaltung das beste Mittel, um dem Einfluss des Nationalsozialismus unter der Arbeiterjugend entgegen zu treten. Die Machtergreifung des Faschismus in Italien bot ihnen dafür reichlich Anschauungsmaterial. Nach Errichtung der Diktatur wurden viele ihrer Mitglieder im Widerstand aktiv.

Im Mittelpunkt der Darstellung stehen zwei Fragen: inwieweit konnten diejenigen die gegen den Aufstieg des Nationalsozialismus die von ihm ausgehende Bedrohung für die Demokratie und die Arbeiterbewegung erkennen und in wie weit konnten sie die wachsende Distanz vieler junger Menschen zur Weimarer Demokratie und besonders zur Sozialdemokratie überwinden. Welche Schlussfolgerungen können daraus für die aktuelle Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus und Rassismus gezogen werden?

Hinweis: Die Veranstalter behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige Menschen verachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.


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