Deutscher Gewerkschaftsbund

23.05.2013

Tarifrunde Einzelhandel NRW – ver.di

Die Gewerkschaft ver.di in Köln hat am 21.5.2013, die Beschäftigten von Ikea Godorf, real Gremberg und Porz, Zara Schildergasse, Hohe Straße und Ehrenstraße sowie Esprit Hohestrasse zum Warnstreik aufgerufen. Rund 120 Streikende haben sich auf dem Rudolfplatz versammelt.

Christa Nottebaum, Geschäftsführerin der ver.di in Köln, begrüßte die Streikenden auf dem Rudolfplatz und nannte die Kündigung des Manteltarifvertrages durch die Arbeitgeber einen Generalangriff auf die Arbeitsbedingungen.

Elfi Scho-Antwerpes, Bürgermeisterin in Köln, sprach vor den Streikenden. Sie prangerte die Absicht der Arbeitgeber an, die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel ändern zu wollen. Sie sagte "Es darf nicht angehen, dass Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht leben können. Arbeit muss sich lohnen." Sie füchtet, dass die Arbeitgeber befristete Verträge ausweiten wollen. Auch Auszubildende müssten korrekt bezahlt werden.

Außerdem sprachen zu den Streikenden Judith Gövert, DGB-Jugendbildungsreferentin in Köln, die insbesondere auf die Situation der Auszubildenden einging sowie der Kölner Bundestagsabgeordnete der Linken, Matthias Birkwald, der solidarische Grüße überbrachte und die Wichtigkeit von ausreichenden Löhnen hervorhob um später eine angemessene Rente zu erhalten.

In Köln gibt es rund 32.400 sozialversicherungspflichtige Beschäftigte im Einzelhandel und rund 13.000 Minijobber.

Ver.di fordert für die rund 426.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sowie den ca. 231.000 geringfügig Beschäftigten im nordrhein-westfälischen Einzelhandel 6,5 % mindestens 140,-- € mehr im Monat. Für Auszubildende fordert die Gewerkschaft 140,-- € im Monat mehr. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags soll zwölf Monate betragen. Die Verhandlungen werden am 4.6. fortgesetzt.

DGB-Region Köln-Bonn

© DGB-Region Köln-Bonn

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