Am vergangenen Wochenende waren die DGB Jugenden aus Köln und Südwestfalen gemeinsam auf Bildungsreise in Berlin.
Die jungen Gewerkschafter*innen aus beiden DGB Regionen setzten sich vom 09.-11.September mit den Einflüssen der Arbeiter*innenbewegung auf die deutsche Politik im Wandel der Zeit auseinander.
Neben vielen politischen Inhalten sollte auch der Vernetzungscharakter zwischen den Ehrenamtlichen nicht zu kurz kommen.
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Am Freitag wurden wir nach unserer Ankunft in Berlin im Bundestag von Laura Kraft MdB empfangen. Sie ist Obfrau im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technologiefolgenabschätzung und somit genau die richtige Ansprechperson, wenn es um Themen der (Aus-)Bildung geht.
Laura Kraft nahm sich viel Zeit für unsere Fragen und diskutierte mit uns über die letzte Bafög-Reform, die Probleme im dualen Studium, Fragen der Finanzierung von Wissenschaft und Forschung und natürlich die Herausforderungen in der dualen Berufsausbildung.
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Natürlich haben die Jugendbildungsreferent*innen aus Köln und Siegen Laura Knöchel und Björn Eckert es sich nicht nehmen lassen, der Abgeordneten ein exemplar des kürzlich erschienenen Ausbildungsreports zu überreichen.
„Wer Fachkräfte will, muss gute Ausbildungsbedingungen bieten“, sagt dazu Laura Knöchel. „Gerade in Branchen, die für einen rauhen Umgangston und für Mängel in der Ausbildung bekannt sind, haben es die Arbeitgeber selbst in der Hand, neue Auszubildende zu finden. „Wenn die Ausbildungsqualität dürftig ist, spricht es sich unter den jungen Menschen eben rum“, so Knöchel. Ebenso sei es „kein Ausweis von Attraktivität“, wenn fast die Hälfte der Azubis im letzten Ausbildungsjahr noch immer nicht wissen, ob sie übernommen werden. „Wer seine Ausbildung erfolgreich absolviert, muss auch übernommen werden: Im ausgebildeten Beruf, wohnortnah, Vollzeit und unbefristet“, ergänzt Björn Eckert. „Selbst von den Befragten, die übernommen wurden, erhält fast ein Drittel nur eine befristete Stelle und wird meist nur für ein Jahr eingestellt."
Angesichts der Lage auf dem Ausbildungsmarkt fordert die Gewerkschaftsjugend eine gesetzlich garantierte Ausbildungsgarantie, die durch eine Umlagefinanzierung aller Unternehmen finanziert wird. Wir hoffen, dass die Regierung hier zeitnah liefert und tun alles was wir können, um dieses Ziel zu erreichen.
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Am Samstag besuchten wir die Gedenkstätte deutscher Widerstand und beschäftigten uns mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus aus Reihen der Arbeiter*innenbewegung.
Wir erfuhren, wie sich Gewerkschaftsmitglieder bereits zu Beginn gegen den Nationalsozialismus und seine menschenfeindliche Ideologie zur Wehr setzten. Viele Gewerkschafter*innen wurden aus diesem Grund nach der nationalsozialistischen Machtübernahme verfolgt und festgenommen. Einigen geland die Flucht ins Ausland, wo sie den Kampf gegen den Nationalsozialismus fortsetzen. Auch heute ist der Kampf gegen Faschismus, Antisemitismus, Rassismus und jede Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit fest in unserer DNA als Gewerkschaftsjugend verankert. Niemals wieder - dafür kämpfen wir.
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Natürlich darf bei so einer Bildungsreise auch der Spaß und die Vernetzung untereinander nicht zu kurz kommen.
Neben einer Stadtrallye zu verschiedenen Stationen des politischen Berlins stand auch ein Besuch des Berlin Dungeon auf dem Programm.
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Wenn auch du Lust hast, dich in der DGB Jugend zu engagieren, dann melde dich gerne bei uns oder komm' einfach zur nächsten SJA Sitzung.