Deutscher Gewerkschaftsbund

07.08.2020
Antikriegstag 2020 in Bergisch Gladbach

In die Zukunft investieren statt aufrüsten!

DGB Rhein-Berg

DGB Rhein-Berg

Für Gewerkschaften ist der Antikriegstag ein besonderer Tag der Mahnung und des Erinnerns. Das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Befreiung Europas und der Welt vom Faschismus jähren sich zum 75. Mal. Mit seinem Überfall auf Polen riss Nazi-Deutschland 1939 die Welt in den Abgrund eines bestialischen Krieges, der unermessliches Leid über die Menschen brachte und 60 Millionen Tote forderte. 75 Jahre nach Kriegsende liegt es an uns, die Erinnerung an diese zahllosen Toten wachzuhalten und der Millionen von Holocaust-Opfern zu gedenken, die von den Nazis ermordet wurden. Und wir müssen die Erinnerung daran wachhalten, dass Deutschland angesichts der Menschheitsverbrechen der Nazis besondere Verantwortung für den Frieden trägt. Wir erleben derzeit den internationalen Weggang von einer Politik der Abrüstung, Entspannung und Zusammenarbeit. Nationalismus und Militarismus greifen wieder um sich und setzen eine neue Spirale der Aufrüstung in Gang. Die Bundesregierung spielt dabei eine unrühmliche Vorreiterrolle. Wenn die Bundesregierung die NATO-Zielvorgabe erfüllen würde, zwei Prozent des deutschen BIP für Verteidigung auszugeben, könnte dies eine weitere Erhöhung des Wehretats um mehr als 20 Milliarden Euro bedeuten.

Die Corona-Pandemie, Klimawandel, Digitalisierung – all diese gewaltigen Herausforderungen bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt und vergrößern die soziale Ungleichheit. Wir müssen gegensteuern! Dafür sind neben einem starken und solide finanzierten Sozialstaat immense öffentliche Investitionen nötig – in Gesundheit und Pflege, in unser Bildungssystem, in eine sozial-ökologische Gestaltung der Energie- und Verkehrswende, in die kommunale und digitale Infrastruktur und in den sozialen Wohnungsbau. Deshalb fordert der DGB die Bundesregierung auf, sich endgültig von der Zwei-Prozent-Vorgabe der NATO zu lösen und die für Rüstungsausgaben vorgesehenen Mittel in ein sozial gerechtes Deutschland und Europa mit nachhaltigen Zukunftsperspektiven zu investieren!


Kundgebung zum Antikriegstag 2020
Montag, den 31. August 2020 um 17:30 Uhr in Bergisch Gladbach

Teil 1
17:30 - 19:30 Uhr:  Kundgebung mit Bodenzeitung auf dem Marktplatz am Brunnen

mit Reden von:
Patrick Graf | DGB Rhein-Berg
Benno Fuchs | Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner/innen e.V.


Teil 2
20:00 Uhr: Kerzenaktion – Mit einer Friedenstaube aus Kerzen vor der „Gnadenkirche“
in der Hauptstraße 256a in Bergisch Gladbach mit musikalischer Begleitung

Grußwort: Pfarrer Thomas Werner | Evangelische Gnadenkirche in Bergisch Gladbach
Rede: Patrick Graf | DGB Rhein-Berg


 


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