Deutscher Gewerkschaftsbund

09.05.2019

Europa-Demo am 19.05.2019: Aufruf von "Köln stellt sich quer"

Sternmarsch und Kundgebung am 19. Mai 2019, ab 11 Uhr

Europa braucht uns. Wir brauchen Europa.
Lasst uns Europa mit Reformen voranbringen.

In der Erkenntnis,

  • dass Rassismus und Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit, Ausgrenzung, Hass und Gewalt die Länder Europas spalten und das politische Klima vergiften,
  • dass nationalistische Kräfte das Europäische Parlament als Tribüne ihrer anti­demokratischen und antieuropäischen Stimmungsmache bereits nutzen und noch stärker nutzen wollen,
  • dass der "Brexit" zu einem schlechten Vorbild für andere werden könnte,
  • dass es bei den Wahlen zum Europäischen Parlament auch darum geht, ob die EU mit einer Politik des nationalen Egoismus weiter untergraben oder durch entschiedene Reformen vorangebracht wird,

rufen wir alle Kölnerinnen und Kölner auf, ein Zeichen zu setzen für ein friedliches, demokratisches, weltoffenes und soziales Europa zu setzen.

 

Ein Europa für Alle – Deine Stimme gegen Nationalismus
Sternmarsch und Kundgebung am 19. Mai 2019, ab 11 Uhr

                                         

Wir verteidigen die Europäische Union

  • als Friedensprojekt, das durch Kooperation und verbindliche Verträge aus ehemaligen "Erzfeinden" Partner und Verbündete schuf, die friedlich zusammen arbeiten;
  • als Zone freien Reisens, freier Arbeitsmärkte, freier Bildungszugänge – ohne Schlagbäume, Zölle oder Visapflichten – die vielen von uns die Vielfalt unseres Kontinents als Gewinn näher gebracht hat;
  • als Basis einer Wertegemeinschaft mit sozialen und demokratischen Grundrechten wie Versammlungs- und Koalitionsfreiheit sowie Streikfreiheit.

Klar ist aber auch: Europa muss besser werden! Europa braucht ein sozialeres und demokratischeres Gesicht!


Wir engagieren uns für eine Europäische Union

  • mit einem starken Parlament, das gesetzgeberische Initiativrechte erhält,
  • die sich nicht nur mit Worten, sondern auch in Taten als Friedens-, soziales wie ökologisches Fortschrittsprojekt versteht,
  • die mit einer gemeinsamen Außenpolitik zur Friedenssicherung beiträgt, sich gegen militärische Interventionen wendet und Abrüstungsinitiativen ergreift,
  • die weltoffen und solidarisch Menschen in Not Schutz bietet, das Grundrecht auf Asyl und die Einhaltung der UN-Flüchtlingskonvention garantiert und ein solidarisches System der Aufnahme und Integration von Geflüchteten entwickelt,
  • die als globales Vorbild für Umwelt- und Klimaschutz dient und dabei eine neue Klima- und Ressourcen schonende Mobilität und ein leistungsstarkes, integriertes Schienennetz für Personen und Güter fördert,
  • die eine Energiewende einleitet, die alle regionalen Vorteile Europas bei Produktion, Verteilung und Speicherung alternativer Energiequellen nutzt,
  • die Steuergesetze angleicht, Steuerschlupflöcher und Steuerdumping beseitigt und eine angemessene Besteuerung von Börsengeschäften und globalen Konzernen durchsetzt,
  • die ein solidarisches Europa schafft und den Neoliberalismus wie die Austeritätspolitik überwindet,
  • die soziale Standards bei Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitszeiten und sozialer Sicherheit setzt, die stärkeres Gewicht haben als die Freiheit von Wettbewerb und Kapital,
  • die individuelle Grundrechte aller Bürger/innen auf informationelle Selbstbestimmung und Menschenwürde gewährleistet,
  • die einen gerechten Welthandel, im Interesse der Menschen und nicht von Konzernen, praktiziert und eine Entwicklungspolitik betreibt, die vor Ort hilft.
     

Die Europäische Union ist uns wichtig! Aber sie ist in Gefahr. Wir brauchen entschiedene Reformen, die sie vor dem Zerfall bewahren. Dafür setzen wir uns ein.

Die Europawahl am 26. Mai muss ein deutliches Zeichen setzen gegen nationale Egoismen, gegen den Rückfall in nationalistisches Denken.

Dafür demonstrieren wir am 19. Mai 2019 in Köln!


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Dieser Artikel gehört zum Dossier:

Köln stellt sich quer (2019)

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