Deutscher Gewerkschaftsbund

12.04.2019

Welches Europa wollen wir?

Diskussion am 10. Mai 2019 in Köln

Wollen wir ein gemeinsames Haus des Friedens für alle, die in ihm leben, in guter Nachbarschaft mit den Menschen in Ost und West, Nord und Süd? Ein Europa, das Schutzsuchende aufnimmt, Einwandernde willkommen heißt, Armut weltweit bekämpft? Oder ein Europa, das aufrüstet, sich abschottet, mit Diktatoren verbündet, ein Europa der Rassisten und Nationalisten, das Menschen an seinen Grenzen sterben lässt?

Wollen wir ein Europa der Demokratie und des Sozialstaates, in dem das Kapital der Arbeit und nicht die Arbeit dem Kapital dient, in dem die Menschen mitbestimmen und mitgestalten können? Oder ein Europa des ungebremsten Profits, der gesellschaftlichen
Spaltung und der sozialen Ungerechtigkeit?

Wir müssen uns entscheiden! Denn zu Europa gibt es keine Alternative. Die EU ist trotz aller Fehler das Beste, was den Europäer*innen in ihrer langen Geschichte passiert ist. Wir haben innerhalb der EU keine Schlagbäume mehr, die Grenzen sind offen und wir wollen, dass das so bleibt. Wir können ohne Pass und Visa in alle EU-Staaten reisen, dort arbeiten, studieren, Urlaub machen. Wir zahlen im Euro-Raum mit einer Währung. Wir teilen im Wesentlichen die gleichen europäischen Werte: Demokratie, Menschenrechte, soziale Absicherungssysteme. Wir leben seit über 70 Jahren in Frieden, das war in der langen europäischen Geschichte keine Selbstverständlichkeit.

Europa war die Antwort auf die Katastrophe des von Nazi Deutschland ausgelösten Krieges, des Holocaust und der Versklavung und Ermordung von Millionen. Die scheinbare Selbstverständlichkeit eines demokratischen, freien Europas wird seit einiger Zeit nicht nur in Deutschland durch die AfD, sondern in fast allen europäischen Staaten durch rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien in Frage
gestellt. Wir müssen um und für Europa kämpfen, gegen jede Form von Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit; für ein Europa des Friedens, der sozialen Gerechtigkeit, der Weltoffenheit und der Demokratie – das wollen wir verbessern und uns dafür weiter engagieren.

Diskutieren Sie mit

Dr. Daniel Seikel, Referatsleiter Europapolitik des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans Böckler Stiftung
Dr. Ulrich Schneider, Bundessprecher VVN/BdA und Generalsekretär der FIR - Internationale Föderation der Widerstandskämpfer
Çiler Fırtına M.A., Vorstand des Vereins EL DE Haus - Förderverein des NS Dokumentationszentrums der Stadt Köln
Moderation: Dr. Wolfgang Uellenberg-van Dawen, Vorsitzender Verein EL-DE-Haus NN

EINLADUNG ZUR DISKUSSION
10. Mai 2019, 18 Uhr
DGB Haus, Großer Saal
Hans-Böckler-Platz, 50672 Köln

Eine gemeinsame Veranstaltung von: Verein EL-DE-Haus, ver.di (OV Kön) sowie VVN-BdA Köln


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