Deutscher Gewerkschaftsbund

04.08.2011
Arbeit und Leben Leverkusen

Filmreihe "Schöne neue Arbeitswelt - Film ab!"

Die Filmreihe beleuchtet Aspekte der Arbeitsbedingungen: mal witzig und ironisch, mal ernst oder nachdenklich. Zu jedem Film sind Vertreterinnen bzw. Vertreter aus Betrieben und / oder Gewerkschaften eingeladen, die anschließend zur Diskussion zur Verfügung stehen.

Beginn jeweils 18:30 Uhr.
Ende jeweils ca. 21:30 Uhr.

Ort: Forum – Filmstudio (Leverkusen).
Eintritt pro Abend: 4,- Euro.

Anmeldung über die VHS Leverkusen (www.VHS-Leverkusen.de).

Die Filmreihe wird gemeinsam von der VHS Leverkusen und der DGB-Region Köln-Bonn im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft „Arbeit und Leben“ durchgeführt.

Arbeit und Leben

Arbeit und Leben

Montag, 19.09.2011
Bread and roses

GB/SP/F/D/Schweiz 2000; Regie: Ken Loach
Dauer: 110 Minuten
Einzelveranstaltung Nr. 11100

Die Mexikanerin Maya wandert in die Vereinigten Staaten aus, wo seit Längerem ihre Schwester Rosa lebt. Nach einigen Schwierigkeiten mit der Schlepperbande sucht sie nach Arbeit. Den ersten Job erhält sie in einer Nachtbar, den zweiten in einem Reinigungsunternehmen, in dem mehrere Nationalitäten versammelt sind. Die Frauen müssen aber unter unannehmbaren Bedingungen arbeiten. Durch das Zusammentreffen mit dem jungen Gewerkschafter Sam erkennt Maya ihre Situation als veränderbar und entscheidet sich für den Kampf für ihre Rechte. Der Film erzählt den realen Kampf des Reinigungspersonals in Los Angeles von 1990.

Einführung in den Film und anschließende Diskussion: Willi Oberländer (Gewerkschaftssekretär, ver.di), Katharina von Hebel (Betriebsrätin, IG Metall), Jörg Mährle (Gewerkschaftssekretär, DGB-Region Köln-Bonn).

Interessante Links zum Thema:

Dokumentation des DGB-Bildungswerks über Rechte von illegal Beschäftigten

Dokumentation des DGB-Bildungswerks über illegale Beschäftigung

Montag, 17.10.2011
Deutschland unter Druck: Die getriebenen Erwachsenen

Deutschland 2011; Regie: Johannes Edelhoff und Benjamin Arcioli
Filmdauer ca. 56 Minuten
Einzelveranstaltung Nr. 11200

Jeder ist ersetzbar. Ganze Produktionsketten können heute im Handumdrehen an fast jeden Ort der Welt verlegt werden. Alles ist austauschbar. Die Deutschen haben Angst, sie könnten ihre Arbeit und ihren Wohlstand verlieren, und kämpfen verzweifelt dagegen an. Der Krankheitsstand ist auf dem niedrigsten Niveau aller Zeiten, und zwar weil immer mehr Deutsche ihre Krankheit verleugnen. Der Leistungsdruck hört nicht hinter der Bürotür auf. Jede freie Minute wird genutzt, immer auf der Suche nach einem einzigartigen Erlebnis. Alles schaffen, überall erfolgreich sein, am Schreibtisch, im Bett und in der Freizeit - das erwarten die Getriebenen von sich selbst. Niemand will sich selbst enttäuschen. Denn zu den Verlierern will keiner gehören. Können sie überhaupt glücklich sein?

Anschließende Diskussion mit Nicole Ilbertz (Betriebsratsvorsitzende, IG Metall), Jörg Mährle (Gewerkschaftssekretär, DGB-Region Köln-Bonn).

Interessante Links zum Thema:

DGB-Index: Gute Arbeit

Montag, 14.11.2011
We want sex (Made in Dagenham)

Großbritannien 2010; Regie: Nigel Cole
Dauer ca. 112 Minuten
Einzelveranstaltung Nr. 11300

Wenn Rita und ihre Kolleginnen im britischen Ford-Werk Dagenham häufig nur mit Unterwäsche bekleidet arbeiten, hat das selbst Ende der 60er wenig mit der anrol-lenden Sexwelle zu tun, sondern vielmehr mit der unerträglich heißen und stickigen Luft in der Fabrikhalle. Bald platzt den Arbeiterinnen endgültig der Kragen. Angeführt von der beherzten Rita treten die Frauen in Streik: bessere Arbeitsbedingungen und "equal pay" - gleicher Lohn für gleiche Arbeit -, so ihre Forderungen. Doch von der Konzernleitung und bald auch ihren Ehemännern schlägt den Frauen heftiger Wider-stand entgegen. Da trifft von unerwarteter Seite Schützenhilfe ein: Kerle, zieht euch warm an, London, wir kommen!

Anschließende Diskussion mit Dr. Witich Rossmann (1. Bevollmächtigter der IG Metall Köln-Leverkusen)

Interessante Links zum Thema:

Equal-Pay-Day

Montag, 05.12.2011
Die modernen Tagelöhner - Leiharbeit für Familien bedeutet

Deutschland 2011; Regie: Sarah Moll
Dauer ca. 56 Minuten
Einzelveranstaltung Nr. 11400

Sie machen die gleiche Arbeit wie Festangestellte, bekommen aber viel weniger Geld. Und sie sind "flexibel": zwei Wochen Einsatz in Firma X, drei Wochen in Firma Y. Für geringen Lohn pendeln sie quer durch die Republik. Leiharbeiter hangeln sich von einem befristeten Vertrag zum nächsten - flexibel, billig und jederzeit kündbar. Aus Sicht der Arbeitgeber eine wichtige Reserve auf dem Arbeitsmarkt. Wie lebt es sich als Leiharbeiter und Leiharbeiterin? Wie wirken sich diese Arbeitsbedingungen auf das private Leben und die Familien aus? Autorin Sarah Moll und ihr Kamerateam haben das Schicksal dreier Familien in einer Situation zwischen Hoffnung und nagender Ungewissheit über Monate begleitet. Die Reportage nimmt Anteil am täglichen Kampf um finanzielle Absicherung und das Ringen um Gleichgewicht innerhalb der Familie. Dabei werden nicht nur die Schwierigkeiten beleuchtet, sondern auch die kleinen Glücksmomente, die der Alltag der Familien bereithält - und die sie auf eine bessere Zukunft hoffen lassen.

Anschließende Diskussion mit Wolfgang Hensen (Fachsekretär der IG Metall Köln-Leverkusen)

Interessante Links zum Thema:

DGB-Studie zur Leiharbeit


Nach oben